Pädagogischer Leitgedanke:

Stärkung der kindlichen Persönlichkeit durch Prävention und Förderung

 

Solange die Kinder klein sind,

gib ihnen Wurzeln,

sind sie älter geworden,

gib ihnen Flügel. (Indisches Sprichwort)

 

Bildungs- und Erziehungsauftrag

Das Kollegium der Anne-Frank-Schule unterrichtet in jeder Jahrgangsstufe nach den gesetzlichen Vorgaben. Die Inhalte werden durch eigene Schwerpunktthemen ergänzt.

 

Für jedes Fach und jede Jahrgangsstufe existieren Stoffverteilungspläne, die turnusmäßig überarbeitet werden.

Sie sind mit den Lehrplänen der weiterführenden Schulen inhaltlich abgestimmt.

 

Die Anne-Frank-Schule arbeitet nach Klassenlehrerprinzip über die gesamte Grundschulzeit.

 

Zur Sicherung eines möglichst gleichen Kenntnisstandes aller Schülerinnen und Schüler eines Jahrganges arbeiten die Lehrerinnen und Lehrer im Jahrgangsteam zusammen und koordinieren ihre Stoffpläne, Inhalte der Klassenarbeiten und sonstige Unterrichtsinhalte. Der Stundenplan ist so gestaltet, dass die Abdeckung des Regelunterrichts im vollen Umfang gewährleistet ist.

 

Zur individuellen Förderung eines jeden Kindes werden Organisationsformen wie innere Differenzierung, freie Arbeit, Tages- und Wochenplanarbeit, Projektarbeit sowie ggf. Werkstattarbeit eingesetzt.

 

Zusätzlich gibt es - im Umfang vom personellen Rahmen abhängig - Fördermaßnahmen für Kinder mit Problemen in der deutschen Sprache, mit Lern-, Sprach- und Verhaltensproblemen sowie Fördermaßnahmen für leistungsstarke Kinder.

 

Angebote im Bereich der Arbeitsgemeinschaften (AGs) sind wichtige pädagogische Bausteine, jedoch ist der Umfang ebenfalls von der aktuellen personellen Versorgung abhängig. Arbeitsgemeinschaften über Vereine und Angebote im Rahmen des Betreuungsangebotes ergänzen die Palette.

 

Die Kontinuität der Beziehung zu ihrer Klassenlehrerin, bzw. zu ihrem Klassenlehrer und zu ihrer festen Gruppe, der Klasse, ist für viele Kinder ein wichtiger Baustein zum Aufbau einer Zuverlässigkeit in der emotionalen Entwicklung.

Da das Lernen jüngerer Kinder in hohem Grade von ihrem Lebensgefühl abhängt, ist das sich Wohlfühlen und die Geborgenheit in der Schule eine Voraussetzung und ein Garant für das bessere Lernenwollen und Lernenkönnen.

 

Die Anne-Frank-Schule hat das Ziel, durch äußere und innere Strukturen, durch Prävention, Förderkonzepte und erzieherischen Konsens vorhandene Defizite auszugleichen und vorhandene Stärken auszubauen.

Eine der äußeren Strukturen ist die Erziehung zu einem regelmäßigen und pünktlichen Schulbesuch. Wir öffnen die Schule bereits um 7.30 Uhr, um einen „sanften“ Beginn des Schulvormittags zu ermöglichen und einen pünktlichen Unterrichtsbeginn zu erreichen. Der Unterricht beginnt für alle Klassen der Schule zur ersten Stunde. Diese Erziehung zu regelmäßigem und pünktlichem Schulbesuch ist ein vielleicht „altmodischer“ Baustein, wir sehen ihn jedoch als wichtige Strukturhilfe auch für das familiäre Umfeld an.

 

Die Struktur des Vormittags bietet einen Wechsel zwischen Arbeitsblöcken mit freien und gelenkten Unterrichtsformen, gemeinsamem Frühstück, aktiver Pause mit Spieleausgabe, Differenzierungs- und Fördermaßnahmen sowie Präventions- und Förderarbeit in den Klassen.

 

Ein besonderer Baustein unserer Arbeit ist die Bewegungserziehung.

Die Anne-Frank-Schule hat auf die geringen Bewegungserfahrungen der Kinder im vorschulischen Raum und die daraus resultierenden motorischen und kognitiven Defizite mit einem schuleigenen Bewegungskonzept reagiert. Das Ergebnis ist nicht nur die bessere Beherrschung des eigenen Körpers, sondern die Vermittlung von Freude an der Bewegung und die Stärkung des Selbstbewusstseins. Es zeigt ferner positive Wirkung auf Konzentration, Ausdauer, Lernbereitschaft, Verhalten und emotionale Stabilität.

 

Die Struktur des Vormittages bildet den kleinen Rahmen, die Struktur der Schulwoche und die Rituale im Schuljahr bilden den großen Rahmen, in dem sich die Anne-Frank-Schule bewegt.

Zu besonderen Anlässen und zu Ferienbeginn findet in der Turnhalle eine Feier statt. Die Kinder zeigen hier, was sie in den vergangenen Schulwochen erarbeitet und eingeübt haben. Sie haben den Mut, vor einem großen Publikum zu sprechen, zu singen und zu tanzen. Sie präsentieren stolz ihre Leistungen und fühlen sich durch das Lob und die Anerkennung der gesamten Schüler- und Lehrerschaft bestätigt.

Feste und Rituale im Jahreslauf, Projektwoche, Spielefest, Teilnahme an sportlichen Wettbewerben, Lesewettbewerb und Tag des Buches sowie die Zusammenarbeit mit der Jugendverkehrsschule und der Jugendzahnpflege sind feste Bestandteile des großen Rahmens, in dem die Kinder Orientierung und Zuverlässigkeit finden.

 

Seit dem Schuljahr 2002/2003 gibt es an der Anne-Frank-Schule Vorlaufkurse in Deutsch für nichtschulpflichtige Kinder.

 

Seit dem Schuljahr 2004/2005 ist die Anne- Frank- Schule eine „Ganztagsschule nach Maß“. Von montags bis donnerstags können Kinder am Betreuungsangebot bis 14 Uhr und/ oder an Arbeitsgemeinschaften teilnehmen. So ist die Schule nicht nur ein Lernort, sondern auch zum Lebensort für unsere Schüler geworden.

 

Seit 2005/2006 ist die Anne-Frank-Schule Projektschule für Deutsch & PC.

 

Wenn unsere Schülerinnen und Schüler nach vier Jahren die Anne-Frank-Schule verlassen, so erhoffen wir uns nicht nur im Leistungsbereich einen problemlosen Übergang, sondern dass auch die Persönlichkeit unserer Kinder so gestärkt ist, dass sie eigenverantwortlich und selbstbewusst ihren weiteren Weg gehen werden.